Klangschalen richtig anwenden

Themenübersicht


1. Was sind Klangmassage & Klangtherapie?
2. Welche Klangschalen nutzt man für die Klangmassage & Klangtherapie?
3. Was ist eine Klangmeditation und wie funktioniert sie?
4. Welche Klangschalen nutzt man für die Klangmeditation?
5. Wie spielt man Klangschalen? Die Wahl der richtigen Schlägel & Klöppel
6. Funktioniert das Reiben bei jeder Klangschale?

1. Was sind Klangmassage und Klangtherapie?

Wie bereits unter Punkt 3 („Wofür sind Klangschalen gut?“) ausführlich beschrieben, werden bei einer klassischen Klangmassage oder Klangtherapie mehrere Klangschalen gezielt auf oder direkt neben dem bekleideten Körper platziert. Nach dem sanften Anschlagen erzeugen sie wohltuende Klänge und feine Schwingungen, die wellenförmig durch das gesamte Körpergewebe fließen.

Das wesentliche Ziel dieser Anwendung: Sie hilft dabei, Körper, Geist und Seele wieder in einen harmonischen Einklang zu bringen. Dadurch wird eine tiefe, ganzheitliche Entspannung spürbar gefördert, innere Blockaden können sich sanft lösen und das allgemeine Wohlbefinden sowie die Regeneration werden nachhaltig gestärkt.

2. Welche Klangschalen nutzt man für die Klangmassage & Klangtherapie?

Für eine professionelle und effektive Klangmassage oder Klangtherapie eignen sich Klangschalen, die vor allem drei wesentliche Qualitätseigenschaften mitbringen müssen:

  • Eine hohe Schwingungsintensität: Die feinen Vibrationen müssen physisch deutlich spürbar sein, um sich optimal auf das Körpergewebe übertragen zu können.
  • Eine lange Klangdauer: Ein lang anhaltender Nachklang ermöglicht dem Patienten ein tieferes Sinken in die Entspannung.
  • Einen reinen Ton: Die Schale darf keinerlei störende Nebengeräusche, Scheppern oder unruhige Frequenzsprünge aufweisen.

Je nach therapeutischem Verfahren können zusätzlich bestimmte Frequenzen oder präzise Töne relevant sein – dies ist beispielsweise bei der Arbeit nach der Planeten-Philosophie oder der reinen Chakren-Methodik der Fall.

Unser Qualitätsversprechen: Hochwertige Bronze-Klangschalen, die von uns gezielt nach diesen strengen Kriterien ausgewählt und einzeln geprüft wurden, sind für die Klangmassage und Klangtherapie ganz besonders zu empfehlen.

zu unseren Klangschalen für die Klangmassage und Klangtherapie

3. Was ist eine Klangmeditation und wie funktioniert sie?

Es gibt verschiedene Formen der Meditation mit Klangschalen. Gemeinsam ist ihnen meist, dass für eine klassische Sitzung eine bis maximal zwei Schalen verwendet werden: eine etwas tiefer klingende Schale zur Einleitung und eine kleinere, höher klingende Schale zur bewussten Ausleitung. Bei geführten Klangreisen zur Unterstützung der Meditation kommen dagegen häufig mehrere Schalen zum Einsatz – teils auch in sehr vielseitigen Kombinationen aus handgefertigten, gegossenen und Kristallklangschalen.

Ziel aller Formen ist es, schneller und gezielter in einen  meditativen Zustand zu gelangen. Eine einfache Übung zeigt dies: Zur Einleitung wird eine etwas tiefer klingende Klanschale sachte angeschlagen. Die Teilnehmenden richten ihre Aufmerksamkeit in aller Ruhe auf den Klang, bis er nicht mehr hörbar ist. Dieser Vorgang wird zwei- bis dreimal wiederholt. Man nennt dies; "den Klang in die Stille lauschen". Wer dies erlebt hat, merkt of, wie schnell innere Ruhe entstehen kann.

Eine zweite, kleinere und heller klingende Klangschale dient der Ausleitung. Sie wird ebenfalls zwei- bis dreimal angeschlagen, jedoch kurz hintereinander, um die Teilnehmenden behutsam wieder aus der Meditation zurückzuführen.

4. Welche Klangschalen nutzt man für die Klangmeditation?

In der klassischen Meditation dienen Klangschalen vor allem als kraftvolle Unterstützung. Zwar ist eine Meditation selbstverständlich auch ohne sie möglich, doch mit dem harmonischen Klang fällt der Einstieg und das Zur-Ruhe-Kommen des Geistes oft um ein Vielfaches leichter.

Im direkten Unterschied zur körperorientierten Klangmassage benötigen Klangschalen für die reine Meditationspraxis meist keine stark ausgeprägten Schwingungseigenschaften. Weitaus wichtiger sind hierbei die folgenden zwei Merkmale:

  • Eine lange Klangdauer: Der Ton sollte stabil und ausdauernd im Raum stehen, um den Geist während der Stille zu fokussieren.
  • Ein klarer Klang: Das Klangbild sollte vollkommen rein und frei von ablenkenden oder störenden Nebengeräuschen sein.

Da physisch spürbare Vibrationen bei dieser Anwendung eher nebensächlich sind, können in vielen Meditationsformen auch preiswertere oder rein maschinell gegossene Klangschalen wunderbar eingesetzt werden – vorausgesetzt, sie bringen ein ausreichend langes und harmonisches Nachklingen mit.

zu unseren Klangschalen für die Klangmeditation

5. Wie spielt man Klangschalen? Die Wahl der richtigen Schlägel & Klöppel

Eine Kurzanleitung

Klangschalen lassen sich auf zwei Arten spielen: durch Anschlagen oder durch Reiben. Am weitesten verbreitet ist das klassische Anschlagen. Dabei werden die Schalen mit einem Schlägel oder Klöppel sanft am äußeren oberen Rand angespielt. Sie geraten dadurch in Schwingung, beginnen zu „singen“ und entwickeln lang anhaltende, obertonreiche Töne, die deutlich hörbar und als feine Vibration auch physisch spürbar sind.

Das Anschlagen ist selbst für Anfänger nicht schwierig. Für ein optimales Klangerlebnis sollten Sie jedoch die folgenden drei Punkte beachten:

1. Der richtige Klöppel bzw. Schlägel

Selbst die beste Klangschale entfaltet ihre volle Wirkung nur mit dem passenden Klöppel. Als einfache Orientierung gilt: Kleine Klöppel gehören zu kleinen Klangschalen, große zu großen Schalen. Auch der Härtegrad beeinflusst das Ergebnis massiv: Weiche Schlägel betonen eher den tiefen Grundton (die Schale klingt wärmer und ruhiger). Harte Schlägel bringen stärker die Obertöne hervor (der Klang wirkt höher und klarer). Ein unpassender Schlägel kann eine kleine Schale dumpf klingen lassen oder bei großen Schalen einen unangenehm scheppernden Ton erzeugen.

Da es im Onlineshop oft schwierig ist, auf Distanz den exakt passenden Schlägel auszuwählen, ist bei unseren Klangschalen-Angeboten der jeweils optimal geeignete Klöppel bzw. Schlägel bereits direkt im Lieferumfang enthalten.

2. Der richtige Stand

Klangschalen sollten immer auf einer weichen Unterlage stehen, wie etwa auf einem speziellen Klangschalenkissen, einem flachen Teppich (kein Hochflor), einem Handtuch oder direkt auf Ihrer flachen Hand. Auf harten Untergründen wie Stein, Parkett oder Holztischen kann die Schale beim Schwingen unschön scheppern. Wird eine Klangschale für die Körperarbeit aufgelegt, sollte dies immer auf leichter Kleidung geschehen. Wenn Sie die Schale auf der Hand halten, lassen Sie diese ganz flach gestreckt – die Finger dürfen den Rand nicht umschließen, da dies den Klang sofort abwürgt.

3. Die richtige Technik

Schlagen Sie die Klangschale außen am oberen Rand sanft an. Das kann entweder parallel zum Rand oder in einer leicht geschwungenen Bewegung von unten nach oben geschehen. Lassen Sie den Ton am besten vollständig ausklingen, bevor Sie erneut anschlagen. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit dabei ganz auf den Klang und die Vibration. Berühren Sie die Schale nach dem Anschlag nicht mehr, da der Ton sonst sofort gedämpft wird – es sei denn, Sie möchten den Klang bewusst beenden.

Die Reibetechnik

Das Reiben einer Klangschale ist in den westlichen Kulturkreisen eine neuere und seltener verwendete Spieltechnik. Sie kommt vor allem in der Meditation zum Einsatz, in der klassischen Klangmassage dagegen kaum.

Zum Reiben wird ein fester Holzstab oder ein Klöppel verwendet, der idealerweise mit dünnem Leder oder Gummi umwickelt ist (weiche Filzschlägel sind hierfür nicht geeignet). Zunächst wird die Klangschale ganz leicht angeschlagen, um sie in eine Grundschwingung zu versetzen. Danach führt man den Klöppel mit gleichmäßigem, sanftem Druck langsam außen am oberen Rand entlang. So entsteht ein faszinierender Dauerton, der so lange anhält, wie Sie die Schale reiben. Nach dem Absetzen klingt die Schale noch kurz aus. Diese Technik erfordert anfangs ein klein wenig Übung.

6. Funktioniert das Reiben bei jeder Klangschale?

Tipps zum Reiben

Die meisten Klangschalen sind primär für die Klangmassage und Klangtherapie ausgelegt. Bei diesen Anwendungen werden sie in der Regel angeschlagen und nicht gerieben. Deshalb werden viele traditionelle Klangschalen vor allem auf ein optimales Klangverhalten beim Anschlagen hin gefertigt – auch wir wählen unsere Schalen im Sortiment überwiegend nach diesem Kriterium aus. Nicht jede Klangschale lässt sich daher gleich gut reiben: Selbst sehr hochwertige Schalen mit einem außergewöhnlichen Anschlagsklang können sich mitunter nur schwer oder gar nicht anreiben lassen. Dafür gibt es verschiedene Gründe.

Traditionell handgefertigte Klangschalen sind optisch niemals vollkommen symmetrisch. Ihre Oberfläche kann leicht rau sein, die Wandstärke variiert oft von Stelle zu Stelle und der Durchmesser ist selten exakt kreisrund. Auch sichtbare Hammerspuren sind typisch für dieses Kunsthandwerk. Sehr dickwandige Schalen erzeugen beim Reiben zudem häufig einen spürbar hohen mechanischen Widerstand.

Das Phänomen des „Zitterns“

Häufig tritt beim Reiben auf, dass der Klöppel nach einigen Umdrehungen ungewollt mehrfach in kurzen Intervallen gegen den Rand schlägt. Es wirkt wie ein rhythmisches Vibrations-Zittern. Das passiert immer dann, wenn die Schale physikalisch bedingt schneller vibriert, als der Klöppel von Hand geführt wird. Dies ist ein rein physikalischer Effekt und nur schwer völlig zu verhindern. Auch ein ungeeigneter Klöppel kann dazu beitragen, dass kein sauberer Dauerton entsteht.

Die folgenden praxiserprobten Tipps helfen Ihnen dabei, Ihre Klangschalen beim Reiben optimal zum Klingen zu bringen:

  • Der Start: Schlagen Sie die Klangschale zu Beginn ganz leicht an, um eine Grundschwingung zu erzeugen.
  • Der Ansatz: Setzen Sie den Klöppel direkt im Anschluss am äußeren oberen Rand an und beginnen Sie ruhig mit dem Reiben.
  • Der Druck: Üben Sie ausreichend und konstanten Druck mit dem Klöppel gegen die Wandung aus.
  • Das Tempo: Achten Sie auf Ihre Geschwindigkeit – langsamer und gleichmäßiger ist hierbei meist deutlich besser.
  • Die Bewegung: Kreisen Sie absolut gleichmäßig und vermeiden Sie hektische oder unruhige Bewegungen.
  • Der Winkel: Führen Sie den Klöppel im passenden Winkel (etwa 45° geneigt) am oberen Schalenrand entlang.
  • Das Material: Verwenden Sie unbedingt einen Klöppel mit Leder- oder Gummibezug. Reine Holzklöppel erzeugen beim Reiben oft einen zu hohen, schrillen und unangenehmen Klang.

Das Reiben von Klangschalen erfordert naturgemäß etwas Geduld und regelmäßige Übung, bis Sie die für Ihre Schale perfekte Technik intuitiv gefunden haben.

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