FaQ zu Klangschalen

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16. Welche Klangschalen nutzt man für die Klangmeditation?

In der klassischen Meditation dienen Klangschalen vor allem als kraftvolle Unterstützung. Zwar ist eine Meditation selbstverständlich auch ohne sie möglich, doch mit dem harmonischen Klang fällt der Einstieg und das Zur-Ruhe-Kommen des Geistes oft um ein Vielfaches leichter.

Im direkten Unterschied zur körperorientierten Klangmassage benötigen Klangschalen für die reine Meditationspraxis meist keine stark ausgeprägten Schwingungseigenschaften. Weitaus wichtiger sind hierbei die folgenden zwei Merkmale:

  • Eine lange Klangdauer: Der Ton sollte stabil und ausdauernd im Raum stehen, um den Geist während der Stille zu fokussieren.
  • Ein klarer Klang: Das Klangbild sollte vollkommen rein und frei von ablenkenden oder störenden Nebengeräuschen sein.

Da physisch spürbare Vibrationen bei dieser Anwendung eher nebensächlich sind, können in vielen Meditationsformen auch preiswertere oder rein maschinell gegossene Klangschalen wunderbar eingesetzt werden – vorausgesetzt, sie bringen ein ausreichend langes und harmonisches Nachklingen mit.

17. Funktioniert das Reiben bei jeder Klangschale?

Tipps zum Reiben

Die meisten Klangschalen sind primär für die Klangmassage und Klangtherapie ausgelegt. Bei diesen Anwendungen werden sie in der Regel angeschlagen und nicht gerieben. Deshalb werden viele traditionelle Klangschalen vor allem auf ein optimales Klangverhalten beim Anschlagen hin gefertigt – auch wir wählen unsere Schalen im Sortiment überwiegend nach diesem Kriterium aus. Nicht jede Klangschale lässt sich daher gleich gut reiben: Selbst sehr hochwertige Schalen mit einem außergewöhnlichen Anschlagsklang können sich mitunter nur schwer oder gar nicht anreiben lassen. Dafür gibt es verschiedene Gründe.

Traditionell handgefertigte Klangschalen sind optisch niemals vollkommen symmetrisch. Ihre Oberfläche kann leicht rau sein, die Wandstärke variiert oft von Stelle zu Stelle und der Durchmesser ist selten exakt kreisrund. Auch sichtbare Hammerspuren sind typisch für dieses Kunsthandwerk. Sehr dickwandige Schalen erzeugen beim Reiben zudem häufig einen spürbar hohen mechanischen Widerstand.

Das Phänomen des „Zitterns“

Häufig tritt beim Reiben auf, dass der Klöppel nach einigen Umdrehungen ungewollt mehrfach in kurzen Intervallen gegen den Rand schlägt. Es wirkt wie ein rhythmisches Vibrations-Zittern. Das passiert immer dann, wenn die Schale physikalisch bedingt schneller vibriert, als der Klöppel von Hand geführt wird. Dies ist ein rein physikalischer Effekt und nur schwer völlig zu verhindern. Auch ein ungeeigneter Klöppel kann dazu beitragen, dass kein sauberer Dauerton entsteht.

Die folgenden praxiserprobten Tipps helfen Ihnen dabei, Ihre Klangschalen beim Reiben optimal zum Klingen zu bringen:

  • Der Start: Schlagen Sie die Klangschale zu Beginn ganz leicht an, um eine Grundschwingung zu erzeugen.
  • Der Ansatz: Setzen Sie den Klöppel direkt im Anschluss am äußeren oberen Rand an und beginnen Sie ruhig mit dem Reiben.
  • Der Druck: Üben Sie ausreichend und konstanten Druck mit dem Klöppel gegen die Wandung aus.
  • Das Tempo: Achten Sie auf Ihre Geschwindigkeit – langsamer und gleichmäßiger ist hierbei meist deutlich besser.
  • Die Bewegung: Kreisen Sie absolut gleichmäßig und vermeiden Sie hektische oder unruhige Bewegungen.
  • Der Winkel: Führen Sie den Klöppel im passenden Winkel (etwa 45° geneigt) am oberen Schalenrand entlang.
  • Das Material: Verwenden Sie unbedingt einen Klöppel mit Leder- oder Gummibezug. Reine Holzklöppel erzeugen beim Reiben oft einen zu hohen, schrillen und unangenehmen Klang.

Das Reiben von Klangschalen erfordert naturgemäß etwas Geduld und regelmäßige Übung, bis Sie die für Ihre Schale perfekte Technik intuitiv gefunden haben.