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Metallzusammensetzung einer Klangschale
Klangschalen werden traditionell aus einem Gemisch von unterschiedlichen Metallen hergestellt. Den Hauptanteil bilden mit meist weit über 50 % bis 80% Kupfer und Zinn. Beide Metalle zusammen ergeben das sogenannte Bronze. Der Rest besteht aus einer oft ganzen Reihe unterschiedlicher Beigemische. Dazu gehören Blei, Eisen, Tellur, Selen sowie Spuren von Gold und Silber u. a.
Manchmal ist zu lesen, dass Klangschalen früher aus einer einheitlichen Metallmischung von 7 oder 12 Metallen hergestellt wurden, woraus dann eine traditionelle Rezeptur hergeleitet wird, d.h. dass alle alten und antiken Schalen nach dieser Rezeptur gefertigt worden sind.
Bei genauerer Betrachtung ist es allerdings gar nicht so einfach festzumachen, welches Rezept als das "traditionelle" betrachtet werden kann. Klangschalen wurden seit jeher von jedem Hersteller nach eigenen Gemischen hergestellt. Als Metalle wurden oft diejendigen verwendet, welche vor Ort zu finden waren und das waren nicht überall die gleichen. Methoden und Rezepturen wurden im Laufe der Zeit individuell weiterentwickelt, bestimmte Metalle hinzugefügt oder weggelassen, Mischungsverhältnisse verändert etc. Man darf auch nicht den Hintergrund vergessen, dass eine Klangschale ursprünglich Ess-u. Kochgeschirr war, also nicht den heutigen Anforderungen einer Klangschale entsprechen musste, die erst deutlich später kamen.
Es ist durchaus möglich, dass Klangschalen mehr Metalle als 7 oder 12 enthalten oder auch weniger. Leider kann man dies im Einzelfall nicht mehr feststellen bzw. ist dies nur durch eine metallchirurigische Analyse der jeweilen Schale möglich.
Aus diesen Gründen verzichte ich in meinen Artikelbeschreibungen auf pauschale Aussagen "Klangschalen hergestellt aus 7 Metallen o.ä.", sofern es sich nicht um neue Klangschalen handelt, wo die Rezeptur, zumindest die Menge der Metalle theoretisch beim Hersteller nachgefragt werden könnte.
Das genaue Rezept einer Klangschale... Dazu schweigen und lächeln auch heute noch ihre Erzeuger.
Selbstverständlich ist die Metallzusammensetzung ein wichtiger Faktor für die Qualität einer Klangschale, insbesondere für die Klangdauer (nicht jedoch für die Klanghöhe, diese wird von der Metallzusammensetzung nicht beeinflusst.) Kupfer und Zinn sind deshalb in jeder guten Klangschale die Hauptbestandteile. Gold und Silber waren hingegen auch in antiken Klangschalen eher selten vorhanden und in den wenigen Fällen, wo sie nachgewiesen werden konnten, war ihr Anteil sehr gering und hatte auf den Klang in der Regel keinen Einfluss.
FeoA-Art-Klangschalen